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Mittwoch, 21. November 2018

Pädagogik

 

"Freie Aktivität macht das Kind glücklich." - Glücklich groß zu werden ist das, was wir unseren Kindern wünschen. Ein Beitrag dazu soll unsere Spielstube für die jüngeren Kinder bis zum Kindergartenalter sein.


In den kleinen Eltern-Kind-Gruppen der Spielstube können wir vieles tun, um den Bedürfnissen der kleinen Kinder entgegen zu kommen:
Zunächst einmal geben wir Ihnen
Zeit und Ruhe: einen ganzen Nachmittag, von 15:30Uhr bis 18:00Uhr. Zweieinhalb ungestörte Stunden für Mutter/Vater und Kind ohne Hektik, ohne Alltagsverpflichtungen und Unterbrechungen im sonst oft von Verpflichtungen und Programm angefüllten Wochenlauf.


Aus Nähe und Geborgenheit heraus kann das Kind zu seinen eigenen Interessen und Aktivitäten finden, es darf nach eigenen Wünschen aus dem Spiel- und Arbeitsangebot wählen: zwischen Puppenecke und Bauteppich, Hantieren mit Sand und Wasser, mit Löffeln und Schalen, Schrauben und Dosen, zwischen Farbe und Papier, Schere und Knete. Eine geordnete, verlässliche Umgebung und ein Angebot, das auf das Wesentliche reduziert ist, bietet dabei den Raum für größtmögliche Selbstständigkeit.


Wir Erwachsenen folgen zuschauend der Aufmerksamkeit der Kinder:
Was ist interessant? Wo bleibt das Kind ganz bei der Sache? Was beobachtet das Kind ganz genau? - Wer kennt nicht dieses gebannte Beobachten der Kinder? Mit offenen Augen und offenem Mund verfolgen sie die Aktivitäten der Erwachsenen und der anderen Kinder. Auch diesem konzentrierten Beobachten, diesem Aufsaugen der Welt mit den Augen messen wir größte Bedeutung zu.

Was kann es und will es schon allein? Wie nah traut es sich an andere Kinder heran? Wie weit löst sich ein Kind von Vater oder Mutter?


 

Langsam wächst aus dem Schutz und der Nähe des begleitenden Elternteil die eigene Selbstständigkeit, langsam wächst aus dem Nebeneinanderspiel einzelner Kinder ein Miteinander in der Gruppe.


Wir Erwachsenen erfahren: Wir brauchen unsere kleinen Kinder nicht zu drängen. Das Kind das eben noch am Schoß der Mutter festgewachsen schien, immer wieder ihre Hand suchte, Mutter oder Vater immer in der Nähe wissen wollte, findet Schritt für Schritt und aus eigener Entscheidung zu immer größerer Unabhängigkeit. Und auch diejenigen, die erst einmal ungestüm alles in die Hand nehmen mussten, scheinbar "nur" von einem Gegenstand zum anderen wechselten finden sich im aufmerksamen Spiel oder auf dem Schoß der Mutter in der Leseecke wieder, nachdem die Bewegungsentdeckung abgeschlossen ist.


Wir beobachten und lernen, dass Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft, soziale Kompetenz in den Kindern wachsen, wenn sie zunächst ihren eigenen Interessen folgen dürfen, wenn wir ihr Bedürfnis nach Ungestörtsein achten. Wichtig ist dabei lediglich, dass sie den Zeitpunkt, wann sie auf andere zugehen können, selbst bestimmen, denn alle Kinder suchen aus eigenem Antrieb den Weg zu anderen Kindern.


Die Altersmischung in der Spielstube bietet vielfältige Möglichkeiten und interessante Anreize zum Abschauen, zur Hilfestellung untereinander, zur gegenseitigen Anregung, zur Rücksicht, zum Vormachen. Plötzlich finden wir diejenigen, die vor ein paar Wochen noch meinten, sie müssten mit Zähnen und Klauen ihr Spielzeug verteidigen in kleinen Dialogen wieder, die uns ihr inneres Wachstum zeigen, einen neue Stufe ihrer sozialen Entwicklung offenbaren.


Wichtige Hilfen, die wir Erwachsenen den Kindern auf diesem Weg geben können sind: